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Tipps und Tricks Rund ums Auto und Autotuning

Schadenfreiheitsklassen

Die Schadenfreiheitsklasse sagt aus, wie viele schadenfreie Jahre Ihnen auf die Kraftfahrzeughaftpflicht- und die Vollkaskoversicherung in Form eines Schadenfreiheitsrabattes angerechnet werden.
Je kürzer die schadensfreien Jahre oder die verkehrsbedingte Erfahrung des Versicherungsnehmers sind, desto geringer ist die Schadensfreiheitsklasse. Je geringer allerdings auch die Schadensfreiheitsklasse ist, umso höher sind die vom Versicherungsnehmer zu zahlenden Beiträge. Bei den meisten Versicherern sind die Beiträge gegenwärtig für Pkw´s in 25 Schadenfreiheitsklassen gegliedert. Für Motoräder, Krafträder und Campingfahrzeuge existieren lediglich drei Schadenfreiheitsklassen.

Verursachen Sie mit Ihrem versicherten Fahrzeug einen ersatzpflichtigen Schaden, werden Sie im darauf folgenden Jahr eine oder mehrere Schadenfreiheitsklassen zurückgestuft und verlieren dadurch einen Teil der bisherigen Rabatte. Soll heißen Ihre Versicherungsbeiträge erhöhen sich mit dem Folgejahr Ihres Schadens.

Sie finden die Angaben zu Ihrer Schadensfreiheitsklasse in Ihrer letzten Beitragsrechnung oder der Police Ihres letzten Kfz-Versicherers. Wichtig ist, dass die Schadensfreiheitsklasse bzw. die Beitragssätze je nach Gesellschaft und Versicherer unterschiedlich sein können. Deshalb ist in der Auswertung immer die Schadensfreiheitsklasse anzugeben.

Bestimmte Programme können die Schadenfreiheitsklassen und die Beitragssätze der jeweiligen Gesellschaft zusammenführen. Besondere Regelungen bei der Schadenfreiheitsklasseneinstufung gibt es in folgenden Fällen:

Fahranfänger

Sie werden mit der Schadenfreiheitsklasse 0 (meist 240%) eingestuft und sollten – um Kosten zu sparen – ihr Fahrzeug besser bei den Eltern versichern lassen

Führerscheinregel

Wenn der Versicherungsnehmer seit mindestens 3 Jahren in Besitz eines EU-Führerscheines ist, wird er anstatt in die Schadenfreiheitsklasse 0 (meist 240%), in die Schadenfreiheitsklasse ½ (meist 125%) eingestuft.

Partnerregel

Der Versicherungsnehmer kann eine niedrigere und somit bessere Schadenfreiheitsklasse – meist SF 2 (85%) – erhalten, wenn der PKW des in häuslicher Gemeinschaft lebenden Ehe-, bzw. Lebenspartners in eine Schadenfreiheitsklasse eingestuft ist. Bei den meisten Gesellschaften wird außerdem vorausgesetzt, dass dieser Erstwagen bei derselben Gesellschaft versichert ist und nur vom Versicherungsnehmer und dessen Partner benutzt wird und/oder die Nutzer des Fahrzeugs über 25 Jahre alt sind.

Zweitwagenbesitzer

Der Versicherungsnehmer erhält für seinen Zweitwagen eine bessere Schadenfreiheitsklasse als SF ½, meistens die SF 2 (meist 85%), wenn der Erstwagen des Versicherungsnehmers oder seinem in häuslicher Gemeinschaft lebenden Ehe-, oder Lebenspartners mindestens in eine Schadenfreiheitsklasse eingestuft ist. In der Regel wird auch vorausgesetzt, dass der Erstwagen bestenfalls bei der gleichen Gesellschaft versichert sein sollte.

„Zweitwagen wie Erstwagen“

Bei manchen Gesellschaften wird unter bestimmten Voraussetzungen der Zweitwagen in die gleiche Schadenfreiheitsklasse eingestuft, wie der Erstwagen.

Vertragsunterbrechung

Bei den meisten Gesellschaften bleibt die Schadenfreiheitsklasse nach einer Vertragsunterbrechung von weniger als 7 Jahren bestehen. Viele Gesellschaften stufen den Vertrag jedoch für jedes angefangene Jahr der Unterbrechung in die nächst höhere Schadenfreiheitsklasse zurück. Bei einer Unterbrechung von weniger als 6 Monaten wird der Vertrag in der Regel ohne Anrechnung der Unterbrechung eingestuft.

Rabattübertragung

Die Schadenfreiheitsklasse kann bei den meisten Gesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen vom einen auf den anderen Vertrag übertragen werden. Der bisherige Schadenfreiheitsrabatt-Berechtigte muss seinen Anspruch auf den Schadenfreiheitsrabatt schriftlich abtreten. Zwischen dem bisherigen und dem neuen Schadenfreiheitsrabatt-Berechtigten muss ein Verwandschaftsverhältnis ersten Grades vorliegen und/oder beide in häuslicher Gemeinschaft leben. Außerdem kann nur der Schadenfreiheitsrabatt übertragen werden, den der neue Schadenfreiheitsrabatt-Berechtigte hätte beziehen können (z.B. durch die Führerscheindauer nachweisbar).