1a Autotuning

Tipps und Tricks Rund ums Auto und Autotuning

Chiptuning

Leistungssteigerung

Maßnahmen zur Leistungssteigerung von Motoren ging man früher, als Elektronik im Auto noch Seltenheitswert hatte, grundsätzlich von der technischen Seite an: Modifiziert wurden Kolben, Ventile und Nockenwellen, um nur einmal die gängigsten Maßnahmen zu nennen. Ein moderner Ottomotor ist heutzutage ohne eine umfassende elektronische Steuerung von Zündung und Gemischbildung nicht mehr vorstellbar, und auch bei Dieselmotoren geht der Trend immer mehr diese Richtung. Nur mit dieser Technik lassen sich Verbrauch, Abgasverhalten und Geräusch den aktuellen Anforderungen anpassen. Diese neue Technik erlaubt es nun wiederum, eine ganz andere Art von “Tuning” zu praktizieren. Bei dieser Art des Tunings ist allerdings der PC- und Elektronikspezialist gefragt. Das Motor-Innenleben muss er nicht anrühren, denn er verändert lediglich die – auf Mikrochips- im Steuergerät für die Zünd- und Einspritzelektronik gespeicherten Programme so, dass – wenn es richtig gemacht wurde- der Motor mehr Leistung und Drehmoment abgibt. Zwangsläufige Folge davon ist, dass der Bekanntheitsgrad dieser Tuning-Methoden ständig steigt. Entsprechend häufig erkundigen sich Autobesitzer nach Sinn, seriösen Anbietern, beachtenswerten Notwendigkeiten und eventuellen Risiken in Betracht auf frühzeitige Schäden an Motor und Kraftübertragung. Es handelt sich bei den Tuningobjekten vorrangig um elektronisch geregelte TD/TDI-Motoren.

Was ist Chip-Tuning?

Das Basisprinzip der elektronischen Steuerung besteht darin, bestimmte Größen (z.B. angesaugte Luftmenge) elektronisch zu erfassen, im Rechner in ein Signal umzusetzen und als Befehl an die Bauteile zur Beeinflussung der Gemisch- zusammensetzung weiterzuleiten. Die Eigenschaften dieser Signale können durch ein modifiziertes Rechnerprogramm für das Steuergerät nachträglich verändert werden. Die umprogrammierte Beeinflussung der zugeteilten Kraftstoffmenge und Abgasrückführung, sowie die Beeinflussung des zugeteilten Ladedrucks und Einspritzbeginns, wirkt sich folglich auf die Leistungs- und Drehmomentcharakteristik des Motors aus. Vereinzelt hört man auch von (nicht zu empfehlenden) Einfach-Lösungen, bei welchen Einspritzmenge oder Abregel-Drehzahl (Drehzahl-Begrenzung) alleine angehoben werden. Zwei Möglichkeiten des Chip-Tunings sind zum Beispiel der Einbau eines neuen Zusatzsteuergerätes oder die Modifizierung der Software im Steuergerät. Siehe Motortuning

Kosten für das Chip-Tuning

Angebote gibt es schon unter 500 Euro. Allerdings ist solide Arbeit erst ab ca. 800 bis 2000 Euro zu erwarten, wobei Fahrwerksänderungen und Ähnliches nicht mit eingerechnet sind. Zum Beispiel kosten 22 kW Mehrleistung bei einem guten Autotuner rund 850 Euro